Eine Sektionstour zu zweit aufs Rosenhorn

Am Sonntagmorgen trafen Dieter und ich in Interlaken Ost aufeinander, um gemeinsam den Weg Richtung Hotel Rosenlaui zu vollenden. Beim Hotel angekommen gab es erst einmal einen feinen Kaffee und ein noch warmes Stück Kuchen. Ein rundum gelungener Start würde ich dies nennen! Gemütlich, aber stetig bewältigten wir dann den sehr interessanten Aufstieg zur Dossenhütte. Oben angekommen genossen wir erst einmal die Aussicht, bevor es dann einen Crashkurs zum Thema Spaltenrettung gab. Dabei zogen die ersten Wolken auf, welche uns jedoch nicht weiter störten. Bald schon gab es auch ein sehr, sehr feines Znachtessen in der Dossenhütte, wo die Liebe zum Detail in jedem der vier Gänge ersichtlich war.

Ich würde sagen, dass es in mancher Hütte Spezialisten gibt, welche die erwünschte Ruhe in dem Schlafsaal einfach konstant nicht wahrnehmen und deshalb auch nicht einhalten. An diesem Punkt muss man selbst Herr der Situation werden und das ganze ausblenden können. Das war an diesem Abend auch unsere Aufgabe…

Ein paar Stunden später ging es dann auch schon los, um über den Dossensattel und den Rosenlauigletscher das Rosenhorn zu besteigen. Wir hatten grosses Glück mit dem Wetter, sodass wir während der ganzen Tour über den Wolken blieben. Nach einem gelungenen Aufstieg und windigen Gipfelfotos ging es dann über das Ränfenhorn und den Gauligletscher zur Gaulihütte hinab.

Gespräche in der Hütte ergaben, dass das Wrack der Dakota ersichtlich auf dem Gletscher läge und wir quasi nebendran standen. Also mussten wir am nächsten Tag fast nochmal in die Höhe… Wie geplant (unabhängig vom Wrack) machten wir dies auch und bestiegen den Gipfel des Hangendgletscherhorns. Ab da an ging es Wort wörtlich nur noch abwärts. Ganze 2’465m ging es hinunter, bis wir im Urbachtal ankamen. Ich würde sagen, dass wir uns verdient das Taxi Richtung Innertkirchen bestellten und die Teerstrasse anderen Begeisterten überliessen.

Körperlich müde und im Kopf frisch wie aus den Ferien traten wir die Heimreise an.

Vielen Dank Dieter für diese bereichernde Tour!

Leana Messer

zurück