Tourenbericht Senioren Intragna -Rasa-Terra -Vecchia

Die Anreise über Domodossola und durch das Centovalli genossen wir nach dem Simplontunnel bei schönstem Wetter, nachdem es zwischen Spiez und Brig noch regnerisch und trüb ausschaute.

In Domodossola staunten wir nicht schlecht, als Koni Schüpbach für alle ein Binoth-Gipfeli auspackte und zusätzlich noch einen Kaffee im Bahnhofbuffet spendierte. Herzlichen Dank Koni.

In Intragna angekommen, starteten wir nach einem kurzen «Bislihalt» durch das Dorf mit dem höchsten Kirchturm der Kirche San Gottardo. Der Turm hat eine Höhe von 65.114 m. Nach einem kurzen Strassenstück querten wir die Bahnlinie und anschliessend den Fluss Melezza über die typische gebogene Steinbrücke Ponte di Romano. Auf dem gut ausgeschilderten und markierten Weg gings an einigen Kapellen vorbei über weitere Steinbrücken durch den herrlichen Mischwald.

Nach einem kurzen Mittagshalt auf der Alpe Corte di Sotto inmitten von Narzissen erreichten wir das wunderschön gelegene Dorf Rasa, welches einigen von Schullagern her bekannt war.

Nach dem Löschen des Durstes in der Grotto Ghiridone machten wir noch einen Abstecher in das Dorf Terra Vecchia, das früher Raxa hiess und erstmals 1379 in den Geschichtsbüchern auftaucht. Die Einwohner betätigten sich vor allem in den Sommern ab dem 15. Jahrhundert in Genua, Pisa und später in Livorno als Hafenarbeiter und kamen damit zu Wohlstand. Ab der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts haben sich zahlreiche Familien in Rasa niedergelassen, das damals noch Digessio hiess und Raxa verlotterte zusehends. Seit Ende der Sechzigerjahre hat die Stiftung Terra Vecchia mit dem Wiederaufbau des Dorfes begonnen. Heute ist der Wieder Aufbau praktisch abgeschlossen.

Die Heimfahrt gestaltete sich teilweise etwas hektisch. Das Centovalli Bähnchen traf mit zehn Minuten Verspätung ein, der Zug in Domodossola hatte eine Panne und wurde storniert. Der Regio Express startete wiederum mit 20 Minuten Verspätung, konnte aber die Zeit bis Brig beinahe wiedergutmachen und die Abfahrt in Brig erfolgte mit nur einigen Minuten Verspätung.

Herzlichen Dank Konrad für die wunderschöne Wanderung ins typische Tessin.

Urs Hofer

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