Tourentage im Gauli

Top Gruppe (Rubin Brüder Christian, Patrick und Adrian, Philippe, Susanne, Tourenleiter Tinu), Top Wetter, Top Verhältnisse, Top Organisation und Leitung, Top Essen

Mehr brauche ich eigentlich gar nicht zu sagen ……. Wer mehr wissen will, kann ja weiter lesen.

Donnerstag

Wir trafen uns in Meiringen. Stefan unser Privatchauffeur brachte uns zur Handegg. Dort hiess es Rucksäcke auf, Skier an und los geht`s. Erstes Ziel war das Golegghorn.

Brot und Käse war für unsere drei Jungs ein Fremdwort. Drei Biberli müssen für vier Tage reichen. Doch Tag für Tag kam auch bei ihnen noch etwas dazu. Sie gewöhnten sich schnell an unsere Pausen. Ich merkte bald einmal, dass ich es mit top Skifahrer zu tun hatte. Sie schauten alle super gut zu mir. (Müeti seit merci J )

Beim Gaulisee hiess es noch einmal anfellen. Schliesslich wartete bei der Hütte ein kühles Bier auf uns. Adrian holte ein Kilo Salznüssli. Wir staunten immer wieder, was in diesen drei kleinen Rucksäcken alles Platz hatte.

Tourenplanung für morgen war angesagt. Bei den vielen Möglichkeiten, die wir hatten, einigten wir uns auf den schönsten Namen, das Ankenbälli.

Freitag

Die meisten Leute waren bereits unterwegs. Also Weg, resp. WC frei für uns. Schritt für Schritt, resp. Schweisstropfen um Schweisstropfen kamen wir dem Ankenbälli näher. Auch heute konnten wir uns an der Umgebung und den Bergen nicht genug satt sehen. Hier ist die Welt noch in Ordnung. Auf dem Weg bestaunten wir noch den Propeller der Dakota.

Nach einem ausgiebigen Mittagsrast, inklusive Photoshooting …. war die Frage, wo gehen wir runter und wieder hinauf…..? Demokratisch einigten wir uns zum rauf auf das Ränfenhorn. Undemokratisch zum runter, top Skifahrer direkt und Genussskifahrer einen grossen Bogen. Alle hatten leuchtende Augen. Es war eine super Pulverschneeabfahrt.

Nun hiess es in grosser Hitze noch einmal aufsteigen. Dafür hatten wir eine direkte Abfahrt zur Hütte. Das Ziel um 15.00 beim Panaché zu sein erreichten wir ganz knapp nicht.

Das Nachtessen war wie alle drei Abende der Hit. So konnten wir die verbrauchten Kalorien wieder tanken.

Samstag

Heute war Ruhetag angesagt. Das hiess ausschlafen, 7.00 Frühstück. Wie erwartet waren wir die letzten, die die Hütte verliessen und die ersten die zurück kamen.

Das Hangendgletschhorn erreichten wir schweissgebadet. Philippe sagte sich, Steighilfen auf höchster Stufe, Gring abe u diritissimo ufe seckle. Beim Skidepot durften wir endlich auch einmal unsere Steigeisen anziehen. Der Grat präsentierte sich in top Verhältnissen. So standen wir bald auf dem Gipfel.

Wieder die Frage, wo wollen wir runter. Bald war klar, es ist doch Ruhetag. Wenn wir nun die Steilabfahrt nehmen, kommen wir nicht direkt zur Hütte. Also genossen wir jauchzend die genialen Sulzhänge. Ich schwebe immer noch auf Wolke sieben.

Heute reichte die Zeit, um Käseschnitten, Suppe oder Kuchen zu essen. Die Männer mussten sich für das frei schaufeln des direkten Weges von der Hütte zur Terrasse stärken. Ich widmete mich schon einmal dem Tourenbericht. So hatte jeder was zu tun.

Bevor es zum Essen ging, spielten wir, wie jeden Tag, „ Arschlöcherlis“ . Es wurde viel gelacht und jeder durfte sich einmal King und einmal Arschloch nennen

Sonntag

Für einmal waren wir in der Früh nicht die letzten. Wir wollten vor dem grossen Rummel auf dem Rosenhorn sein. Wir waren sogar die ersten auf dem Gipfel. Heute morgen hatte es komischerweise so weisse Flecken am Himmel. Wir waren uns Wolken und Wind gar nicht mehr gewohnt.

Beim Skidepot wie üblich die Frage, wie sieht der Plan aus. Susanne entscheidet, war die Antwort. Ich durfte zwischen Ski aufschnallen, für mich Steilabfahrt runter oder ohne Ski auf den Gipfel und rund herum fahren, wählen. Ich merkte bald, dass Christian und Patrick Ski aufbinden und Philippe und Adrian zum rund herum fahren tendierten. Tinu verhielt sich ruhig. Ich stellte die Bedingung, dass beim Runter fahren, resp. rutschen jemand mit mir kommen müsse. Christian sagte schnell einmal , kein Problem. Ich fühlte mich also bestens aufgehoben. Ski auf Rucksack und los geht es den Grat entlang auf den Gipfel.

So kamen wir alle heil unten an. Den kurzen Gegenanstieg zur Lücke vor dem Mittelhorn war bald bewältigt. Tinu suchte uns einen windstillen Ort für den Mittagsrast. Dieser wurde mit einem kleinen Aufwand (der Bergschrund war im Wege, also Ski aufschnallen und oben durch laufen) gefunden. Bei der Abfahrt mussten wir immer wieder anhalten um den Roselauigletscher zu bewundern.

Stefan, unser Chauffeur, erwartete uns mit einem kühlen Bier im Roselaui. So gingen vier unvergessliche Tage zu Ende.

Susanne Aegler

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