Tourenweekend Weissmiesgebiet

Es war nicht das erste Mal, dass ich die einzige Anmeldung war. Schade für alle welche nicht dabei waren, zwei geniale Tage gehen zu Ende.

Aber nun mal der Reihe nach.

Eigentlich stand Jegihorn und Lagginsüdgrat auf dem Programm. Da bei mir seit Jahren der Weissmies Nord Grat auf der Wunschliste steht, fragte ich Tinu, ob wir nicht wechseln könnten. Mit Absprache des Tourenchefs wurde dies auch erlaubt.

Da der Wetterbericht für Freitag nur ☀️ meldete, fuhren wir (das sind Tinu, Adrian, er ist auch aus Seelisberg und wird bei uns im SAC vielleicht bald Mitglied werden und meine Wenigkeit) mit der ersten Bahn direkt bis Hohsaas. Gepäck hinterlegen und ab geht es ins Lagginjoch. Mit den ersten Sonnenstrahlen begannen wir den Süd Grat Richtung Laggin hoch zu klettern. Stufe für Stufe ging es hoch. Hungrig standen wir nach 4 1/2 Stunden Mutter Seelen allein auf dem Gipfel. Nach einer 50-minütigen Pause traten wir den Abstieg an. Zuerst noch etwas durch Schnee, schon bald aber Fels und Schutt. Die Querung ins Hohsaas ging zügig ohne Zwischenfälle. Die Zeit reichte noch für ein Apéro, bevor es dann das wohlverdienten Znacht gab.

Tag zwei:

Wir waren von den letzten, welche mit Stirnlampe das Hohsaas um 6.00 verliessen. Den Weg ins Lagginjoch kannten wir ja bereits. Heute wechselten wir einfach die Richtung. Wir bereiteten uns auf eine eher frische Kletterei vor. Doch zu unserer Freude war es überhaupt nicht schlimm. Beim Nord Grat mussten wir die Finger doch etwas mehr aus den Hosensäcken nehmen. Tinu kletterte hoch, so dass wir zwei gut gesichert nachsteigen konnten.

Ach, war das eine Pracht. Der Grat für uns allein, super Fels und Sonnenschein. Was soll ich dazu noch mehr sagen. Nach etwas mehr als sechs Stunden standen wir auf dem Gipfel. Diesmal nicht allein. Der Abstieg war heute bedeutend einfacher. Einfach der Spur zwischen den Abbrüchen durch folgen. Durch den Neuschnee letzter Woche hatten wir guten Trittschnee. Eine Leiter vereinfacht einen riesen Abbruch abzusteigen und zu überqueren. Sonst wäre es wahrscheinlich nicht möglich, diese Stelle zu bewältigen.

Heute gab es zur Belohnung ein grosses Stück Kuchen.

Tinu einmal mehr, herzlichen Dank für die kompetente Führung und die herrlichen Erlebnisse. Dank dir kann ich nun wieder einen Grat zum Weissmies-Gipfel auf meiner Liste streichen!

Susanne Aegler

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