Frühlingsskitourentage im Jungfraugebiet vom 08.-10. Mai

1.Tag

Jungfraujoch – Lowihorn – Konkordiahütte

Bei Sonnenschein und warmen Temperaturen starteten wir im Jungfaujoch in Richtung Lowihorn. Zwischen grossen Gletscherspalten durch erreichten wir das Lowihorn, welches inzwischen in dichten Nebel gehüllt war. Die Abfahrt nahmen wir mit GPS und Kompass in Angriff. Sobald wir unter die Nebeldecke gelangten, konnten wir bis auf den Konkordiaplatz herrlichen Frühlingssulz geniessen. Zum Dessert wartete die lange Treppe zur Hütte

2.Tag

Grünegghorn – Grünhornlücke – Finsteraarhornhütte

Via Grüneggfirn stiegen wir auf zum Grünegghorn. Bereits am Morgen früh wärmte die Sonne und so mancher Schweisstropf stand uns auf der Stirn. Vom Skidepot gings zu Fuss über den Grat auf den Gipfel. Die Aussicht war grandios. Auf der Abfahrt wurden wir nach einem kurzen Abschnitt mit Bruchharst wieder mit herrlichem Sulzschnee belohnt. Nach einem kurzen Wiederaufstieg in die Grünhornlücke, einer schönen Abfahrt über den Fieschergletscher und einem kurzen Anstieg erreichten wir die Finsteraarhornhütte.

 

3.Tag

Finsteraarhorn – Finsteraarhornhütte

Heute stand der höchste Gipfel der Berner Alpen auf dem Programm. Wieder war herrliches Frühlingswetter angesagt. Zum Glück war der Aufstieg in den Hugisattel im Schatten. So erreichten wir diesen bei angenehmen Temperaturen. Zu Fuss gings bei Top Bedingungen über den Grat zum Gipfelkreuz. Die Rundumsicht ist kaum zu beschreiben! Mit vielen dieser unzähligen Gipfel sind schöne Erinnerungen verbunden. Allzu lange wollten wir nicht oben bleiben, denn den «guten Schnee» wollten wir nicht verpassen. Also stiegen wir ab in den Hugisattel, schnallten die Skis an und fuhren los. Im obersten Teil erforderte die Schneebeschaffenheit noch einen etwas kraftvolleren Einsatz. Vom Frühstücksplatz an gleiteten unsere Skis wie über einen Samtteppich der Hütte entgegen. Den Nachmittag genossen wir bei einem feinen «Plättli» und einem Durstlöscher auf der Hüttenterasse.

 

4.Tag

Rotloch – Galmihorn – Heij Zwächte – Münster

Da die Wetterprognosen sehr hohe Temperaturen ankündigten, wollten wir um neun Uhr auf dem Galmihorn die Abfahrt in Angriff nehmen. Da wir gut vorankamen, hatten wir eine halbe Stunde Vorsprung auf unseren Zeitplan. Dies sollt uns entgegenkommen, denn bereits um diese Zeit erwartete uns auf der Abfahrt von der Bächilicke in die Firehornlicke aufgesulzter Schnee. Von hier umgingen wir das Firehorn nordseitig und stiegen durch den bereits nassen Schnee zum Heij Zwächte auf. Um halb zehn fuhren wir los. Leider hatte es in der Nacht bis hier hinauf nicht gefroren. Der Schnee war nass und schwer und die traumhaften Skihänge hinunter bis zur Galmihornhütte waren so nur ein mässiger (für mich ein sehr kleiner…) Genuss. Über Schneeresten konnten wir bis auf eine Höhe von 1950 m.ü.M abfahren. Das letzte Stück bis Münster schnallten wir die Skis auf den Rucksack und durch blühende Krokusse erreichten wir eine halbe Stunde später die Kirche von Münster.

Obwohl die Abfahrt nach Münster nicht in die Top Ten fällt, genossen wir vier schöne Skitourentage im Jungfraugebiet.

Niklaus Stalder, Rita Jaggi

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